Wenn ein Auslaender eine Immobilie in Florida VERKAUFT

Da wird viel geschrieben - vieles ist Fakt, manches ist Fiction :)

Wir haben hier die sogenannte Firpta - FOREIGN INVESTMENT IN REAL PROPERTY TAX ACT - Das bedeutet, dass ein Auslaender, der nicht in den USA lebt und hier keine Steuern zahlt und keine Social Security Nummer hat und auch keine jaehrliche Steuererklaerung abgibt (in den USA) vom erzielten Verkaufspreis (nicht vom tatsaechelichen Gewinn) 10% and das Amerikanische Finanzamt abfuehren muss. Auslaender mit Greencard oder bei manchen anderen Visa Arten sind von diesen 10% befreit, da sie den Gewinn, den sie an einer verkauften Immobilie in den USA erzielen, ohnehin mit ihrer jaehrlichen Einkommenssteuer mit versteuern muessen.

So unfair, wie sich das anhoert ist es allerdings nicht. Auch ein Auslaender (der hier in den USA nicht steuerpflichtig ist) kann dann freiwillig eine Steuererklaerung abgeben und darauf auch die Unkosten und einen eventuellen Verlust geltend machen. Das hiesige Finanzamt wird dann die 10% entweder in vollstaendiger Hoehe oder aber anteilig an den Verkaeufer zurueckerstatten.

Auch gibt es die Moeglichkeit bereits vor dem Abschluss ein sogenanntes "Exemption Certificate" zu beantragen (am besten mit Hilfe eines kundigen Steuerberaters). liegt ein solches der Title Company beim Abschluss vor, muessen sie die 10% nicht ans Finanzamt abfuehren, liegt ein solches Certificate beim Abschluss noch nciht vor, ist aber bereits vom Verkaeufer beantragt, sind viele Title Companies bereit, die 10% auf ein Treuhand Konto zu legen und dann gleich nach Erhalt dieses Exemption Certificates den treuhaenderisch einbehaltenen Betrag an den Verkaeufer zurueckzuerstatten. In diesem Fall geht das Geld nicht ans Finanzamt, es bleibt auf dem Treuhand Konto der Title Company liegen.

Es gibt auch eine weitere Ausnahme von der Regelung - ist allerdings vom Kaeufer der Immobilie abhaengig. Wenn die Immobilie fuer weniger als $ 300,000 verkauft wird und der Kaeufer bereit ist ein Formular zu unterschreiben, dass er fuer die naechsten 2 Jahre das Haus zu wenigstens 50% selbst nutzt, faellt fuer den Verkaeufer die 10% firpta nicht an. (Welchen Sinn diese Regelung letztendlich macht entzieht sich meiner Kentnis - ist fedral law und dass stelle ich nicht in Frage) In diesem Fall ist es uebrigens gleichgueltig ob der Kaeufer der Immobilie Auslaender ist oder US citizen. Komischerweise erkennt das IRS auch an, wenn bspw. ein Auslaender eine Immobilie von einem anderen Auslaender kauft und dieser Auslaender lediglich 30 Tage im Jahr hier ist und das Haus nutzt, und das Haus die restlichen 11 Monate leer steht. Hier nutzt der Kaeufer das Haus zu 100% selbst - auch dann wenn er lediglich 30 Tage im Jahr hier ist.

Ich hoffe ich habe hier einige "Unklarheiten" richtigstellen koennen.

Liebe Gruesse aus sunny Florida

Monika
http://www.swfloridaforyou.com